Die Errichtung, Vermögensübertragung sowie der laufende Betrieb einer Stiftung haben regelmäßig steuerliche Auswirkungen für die Stiftung als auch für den Zuwendungsgeber selbst.

Sofern der Zuwendungsgeber zunächst unentgeltlich Vermögenswerte auf eine zu errichtende oder bestehende Stiftung überträgt, fällt die Erbschaft- und Schenkungsteuer an.

Die Stiftung selbst unterliegt der Körperschaftsteuer, der Gewerbesteuer, sofern die Stiftung gewerbliche Einkünfte erzielt, der Umsatzsteuer, der Grunderwerbsteuer, sofern nicht ein Ausnahmefall nach § 3 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) besteht, oder der Grundsteuer.

Die Errichtung oder die Übertragung von Vermögenswerten in der Form einer Zustiftung oder einer Spende können für den Zuwendungsgeber aber auch Steuervorteile beinhalten, sofern die Stiftung gemeinnützig handelt. In diesen Fällen können Zuwendungen an eine Stiftung das steuerpflichtige Einkommen des Stifters mindern, sofern es sich um abzugsfähige Spenden für steuerbegünstigte Zwecke handelt.

Im Vordergrund der Gemeinnützigkeit der Stiftung stehen vielfältige Steuervergünstigungen. Steuerbefreite Stiftungen haben bei ihrer Errichtung oder einer Zustiftung keine Erbschaft- und Schenkungsteuer abzuführen. Die gemeinnützige Stiftung ist von der Körperschaftsteuer sowie anderer Steuern befreit, soweit der Bereich der Gemeinnützigkeit reicht. Die Grunderwerbsteuer entfällt, sofern die Immobilie durch einen Erbfall oder lebzeitige Schenkung auf die Stiftung übertragen wird, § 3 Nr. 2 GrEStG. Die Steuerfreiheit entfällt, sofern die Stiftung ihre Einnahmen in einem wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb erzielt.

Die steuerlichen Gesichtspunkte sollten bei einer Vermögensübertragung auf eine Stiftung nicht im Vordergrund stehen, in jedem Fall aber beachtet werden.

Weitere Informationen zu den Steuervorteilen des Zuwendungsgebers und der Stiftung sowie den Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit und der einzelnen Steuerarten finden Sie unter Link:
Deutsche Vermögen/Ersparnis (Steuervorteile)