Stiftungssatzung

Die Satzung ist die „Verfassung“ der Stiftung.
In ihr legen die Stifter dauerhaft die Stiftungszwecke und die Stiftungsorganisation fest. Sie ist, wie auch das Stiftungsgeschäft, schriftlich abzufassen. Notarieller Beurkundung bedarf es jedoch nicht. Jede Stiftung muss daher die für sie sinnvollste Organisation und Zweckbestimmung entwickeln. Mustersatzungen oder die Satzungen anderer Stiftungen sollten folglich als Anregung bzw. Hilfestellung, nicht aber als zwingende Vorgabe dienen. Die individuelle Beratung durch einen spezialisierten Rechtsanwalt sollte in Anspruch genommen werden.

Ein Grundsatz sollte jedoch immer berücksichtigt werden: Eine Stiftung ist auf Dauer angelegt; Umstände, Bedürfnisse und Notwendigkeiten können sich ändern. Es gilt daher, in der Satzung möglichst viele Optionen offen zu halten und nur wenige auszuschließen.

Bestandteile der Satzung sind:

  • der Name der Stiftung
  • der Sitz
  • die Stiftungszwecke
  • das Stiftungsvermögen
  • die Stiftungsorgane
  • die Auflösungs- und Änderungsbestimmungen

Stiftungsgeschäft

Unter dem Stiftungsgeschäft versteht man die Erklärung zur Errichtung einer Stiftung. Das Stiftungsgeschäft muss in Schriftform abgefasst und von dem Stifter oder den Stiftern eigenhändig unterschrieben sein. Einer notariellen Beurkundung bedarf es nicht.

Bestandteile des Stiftungsgeschäfts sind:

  • die Erklärung, eine selbstständige Stiftung privaten Rechts zu errichten
  • die verbindliche Selbstverpflichtung, diese Stiftung mit einem bestimmten Vermögen auszustatten
  • der Name der Stiftung
  • der Sitz der Stiftung
  • die Stiftungszwecke
  • die Bildung des Stiftungsvorstandes