Gutes Tun über den Tod hinaus
„Handeln im Jetzt!“

Wie eingangs erwähnt, kann der Stiftungszweck bei einer gemeinnützigen Stiftung frei nach den Kriterien der Abgabenordnung bestimmt werden, wodurch den individuellen Wünschen von Stifterin und Stifter entsprochen werden kann. Mit der Errichtung einer Stiftung wird über das eigene Ableben hinaus ein Thema unter dem eigenen Namen gesetzt, das weiterverfolgt wird und gemeinnützige Zwecke unter Berücksichtigung der steuerlichen Vorteile erfüllt werden.
Die Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung setzt ein Handeln im „Jetzt“ voraus. Die Stiftung kann bereits zu Lebzeiten oder von Todes wegen ins Leben gerufen werden. Hiermit sollte so früh wie möglich begonnen werden.
Mit der Errichtung einer gemeinnützigen Stiftung zu Lebzeiten, gleichgültig, ob rechtsfähige oder nicht rechtsfähige Stiftung kann für den Stifter in spe ein individueller Wunscherbe, der vollständig von Erbschaft- und Schenkungsteuer sowie den Ertragsteuern befreit ist geschaffen werden. Schließlich kann der Stifter die Stiftung durch Verfügung von Todes wegen (Testament) errichten. Nach dem Ableben wird die Stiftung von Todes wegen in der Regel mithilfe einer angeordneten Testamentsvollstreckung umgesetzt.

Zur Vertiefung wird auf die Publikationen des Autors verwiesen:

  • Förster, Ratgeber Stiftung und Nachlass, Bundesverband Deutscher Stiftungen, 4.Auflage 2019;
  • Förster, Errichtung einer Stiftung von Todes wegen, Stiftung & Sponsoring, Heft 05.17;
  • Förster, Stiftungserrichtung von Todes wegen, ZAP 06/2019, S. 307 ff sowie
  • Förster, Das Erbrecht im Leben einer Stiftung – jetzt handeln!, Stiftung & Sponsoring, 2019